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Der Schleifer

Holz ist der wichtigste Rohstofflieferant für die Papierherstellung. Hauptbestandteile der Holzzellwand sind Cellulose (30-50%), Hemicellulose (15-35%) und Lignin (20-35%), wobei der Cellulosegehalt bei Laubhölzern höher liegt als bei Nadelhölzern. Papier besteht grundsätzlich aus Holzfasern. Mitte des 19. Jhdts erfand Friedrich Keller eine Methode Holz mechanisch zu dem sogenannten Holzschliff zu verarbeiten was erst die Massenpapierherstellung ermöglichte.

Der Rohstoff Holz wird in Form von Prügeln in Preßkammern eingelegt und mittels hydraulikbetriebener Stempel an den rotierenden Schleifstein gepresst. Unter Zugabe von Wasser ist es möglich, einzelne Fasern aus dem Holzverband herauszureißen, welche dann in den unter dem Schleifer befindlichen Trog gespült werden.

Die Qualität des erzeugten Holzschliffs wird unter anderem von der Art des Holzes und der Schärfe des Schleifsteins beeinflußt. Der hier abgebildete Vier-pressenschleifer konnten zwischen 8-12 Tonnen Holzschliff pro Tag produzieren. In der Ramingsteiner Papierfabrik Waren 4 Holzschleifer installiert.

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