Die Pappenmaschine
Die Herstellung von Pappenerzeugnissen, zb. Karton, unterscheidet ist wesentlich von herkömmlichen Papiermaschinen.
Der von der Büte, bzw. vom Holländer kommende Faserbrei gelangt durch einen Einlauf zum Zylinderkasten der Pappenmaschine. Die auf dem Rundzylinder sich bildende Schicht wird um so gleichmäßiger, je besser die Fasern in der Flüssigkeit verteilt sind. Durch den Druck der sogenannten Abgautwalze bleibt der Stoff am rauhen Filz haften, wo sie dann an eine Presse befördert werden und auf 27-30% Trockengehalt entwässert werden.
Das vom Stoff befreite Sieb wird gereinigt und läuft durch die Weiterdrehung des Zylinders in den Stoffkasten zurück, so dass sich von neuem eine Faserschicht bilden kann. Auf diese Weise entsteht eine endlose feuchte Stoffbahn
Die Pappenmaschine der Ramingsteiner Fabrik war 62 Meter lang und produzierte bis zu 20 Tonnen Pappe am Tag. Sie war die größte Österreichs zur damaligen Zeit. |